Kaffernbüffel blickt frontal in die Kamera

Natur · Tiere

Kaffernbüffel

Am Rand einer Wasserstelle im Hluhluwe-Imfolozi-Park liegen Büffel im Schlamm, nur Rücken und Hörner schauen heraus. Einer hebt den Kopf, schnauft und lässt ihn wieder sinken.

Foto: 123RF

Der Kaffernbüffel ist das größte Wildrind Afrikas und gehört zu den Big Five. Er wiegt 350 bis 900 Kilo, die Schulterhöhe liegt zwischen 1,48 und 1,75 Metern. Bullen und Kühe tragen Hörner, die bis zu 1,34 Meter weit auseinanderstehen. Sein bedeutendster Fressfeind ist der Löwe.

Einstufung der IUCN, Bewertung 2019
potenziell gefährdet
Gewicht, Bullen bis doppelt so schwer wie Kühe
350 bis 900 kg
Tragzeit, das Kalb wiegt etwa 40 kg
rund 340 Tage
auf kurzen Strecken, schnell genug zur Flucht vor Löwen
bis 55 km/h

Büffel leben in Herden aus verwandten Kühen und ihren Kälbern, angeführt von dominanten Weibchen. Bullen verschiedenen Alters können mitziehen. Eine Herde zählt einige Dutzend, zeitweise mehrere Tausend Tiere. Junge Bullen bilden eigene Junggesellengruppen, alte ziehen oft allein.

Im Krüger legen die Herden im Mittel 3,35 Kilometer am Tag zurück, meist zwischen Weide und Wasser. Zwischendurch wälzen sie sich im Schlamm, das hilft gegen Insekten. Hitze vertragen Büffel schlecht. An heißen Tagen ruhen sie gern an erhöhten Stellen, wo ein Wind geht.

Wie sich Büffel gegen Löwen wehren

Büffel erkennen Löwen auf bis zu anderthalb Kilometer. Werden sie angegriffen, stellt sich die Gruppe oft im Kreis auf, die Hörner nach außen. Manchmal gehen Büffel selbst auf die Löwen los, schleudern sie mit den Hörnern oder trampeln sie nieder. Meist erwischen Löwen alte Bullen, die allein unterwegs sind. Kälber und Jungtiere holen sich auch Hyänen und Leoparden.

Von der Rinderpest zurück in die Parks

Ab 1890 zogen Rinderpest-Epidemien durch Afrika. In einzelnen Büffelbeständen starben bis zu 95 Prozent der Tiere. Heute leben Büffel vor allem in Schutzgebieten. Die IUCN schätzte 2018 weltweit 389.000 bis 401.000 erwachsene Tiere.

In Südafrika sind die Bestände zwischen 1998 und 2023 deutlich gewachsen, seit 1996 laufen dort zahlreiche Zuchtprogramme. Wild siehst du Büffel im Krüger-Nationalpark, im Hluhluwe-Imfolozi-Park und im Addo Elephant National Park.

Unser TippKreuzt im Krüger eine Büffelherde die Straße, bleib stehen und warte im Auto, bis auch die letzten Tiere drüben sind. Aussteigen ist im Park verboten.

Kaffernbüffel: häufige Fragen

Welche Tiere jagen Kaffernbüffel?

Der bedeutendste Fressfeind des Kaffernbüffels ist der Löwe. Löwen erbeuten vor allem einzeln ziehende alte Bullen, Kälber fallen auch Hyänen und Leoparden zum Opfer.

Wie groß wird eine Büffelherde?

Eine Herde von Kaffernbüffeln zählt einige Dutzend bis zeitweise mehrere Tausend Tiere. Den Kern bilden verwandte Kühe mit ihren Kälbern, geführt von dominanten Weibchen.

Warum suhlen sich Büffel im Schlamm?

Kaffernbüffel wälzen sich im Schlamm, um sich vor Insektenstichen zu schützen. Gegen die Hitze, die sie schlecht vertragen, ruhen sie an erhöhten Stellen mit Wind.