Der Krüger-Nationalpark liegt im Nordosten Südafrikas, in den Provinzen Mpumalanga und Limpopo. Er reicht vom Crocodile River im Süden bis zum Limpopo im Norden, im Osten grenzt er an Mosambik. Von Nord nach Süd misst der Park 360 Kilometer, im Mittel ist er nur 65 Kilometer breit. Bei der Fläche nennen die Quellen 19.485, 19.623 oder 19.624 Quadratkilometer.
- von Nord nach Süd, im Mittel 65 km breit
- 360 km
- große Rastlager, dazu kleinere Camps im Busch
- 12
- Höchsttempo auf Asphalt, auf Schotter 40 km/h
- 50 km/h
- pro ausländischem Erwachsenen und Tag ab 1. November 2026
- R 692
Am 26. März 1898 stellte die Republik Transvaal unter Präsident Paul Krüger das Gebiet zwischen Sabie und Crocodile River als Sabie Game Reserve unter Schutz. 1926 kam das Shingwedzi-Reservat im Norden dazu, ein Gesetz machte beides zum Nationalpark mit Krügers Namen. Seit 2002 gehört der Park zum Great Limpopo Transfrontier Park. Dazu zählen auch der Limpopo-Nationalpark in Mosambik und der Gonarezhou in Simbabwe.
Gezählt sind 147 Säugetierarten, 507 Vogelarten, 114 Reptilien, 34 Amphibien und 49 Fischarten. Löwe, Leopard, Elefant und Büffel leben hier, dazu Breitmaul- und Spitzmaulnashorn. Aber die Nashörner werden weniger. Von 2013 bis 2021 sank der Bestand an Breitmaulnashörnern im Park um 60 Prozent auf 3.529 Tiere, und 2025 wurden im Krüger 175 Nashörner gewildert, doppelt so viele wie im Jahr davor.
Tore und Rastlager
Die wichtigsten Tore: Im Süden liegen Malelane und Crocodile Bridge, an der Westseite Numbi, Phabeni und das Paul Kruger Gate, das Haupttor bei Skukuza. Von Hazyview fährst du rund 42 Kilometer bis zum Paul Kruger Gate, von Mbombela 66 Kilometer bis Malelane. In der Mitte öffnen Orpen und Phalaborwa den Park, ganz im Norden Punda Maria und Pafuri.
Übernachten kannst du in zwölf großen Rastlagern, den Main Rest Camps, sowie in Satellitencamps und kleineren Bushveld Camps. Das Hauptcamp ist Skukuza, eine eigene Seite beschreibt es. Buche die Camps bei SANParks, nicht am Tor. Zu den Festtagen 2025/26 galten nach Presseberichten Tageskontingente an den Toren, wer im Park übernachtete, war davon ausgenommen.
Regeln für Selbstfahrer
Auf Asphalt fährst du höchstens 50, auf Schotter höchstens 40 Kilometer pro Stunde. Du bleibst im Auto, außer an den ausgewiesenen Stellen, hältst nichts aus dem Fenster, fährst nicht ins Gelände und fütterst keine Tiere. Drohnen sind verboten. Nachts darf niemand selbst fahren.
Die Eingangstore richten sich nach dem Licht. Nach SANParks, Stand September 2026, öffnen sie im Oktober um 5.30 Uhr und schließen um 18 Uhr, von November bis Februar um 18.30 Uhr, von Mai bis Juli öffnen sie erst um 6 Uhr und schließen schon um 17.30 Uhr. Wer zu spät am Camp ankommt, zahlt eine Strafe. Rechne also großzügig, denn auf 50 km/h, mit Stopps an jeder Elefantenherde, schrumpfen die Strecken nicht.
Ohne eigenes Auto bietet SANParks Pirschfahrten am Morgen, am Abend und in der Nacht mit Rangern an. Kinder unter sechs Jahren dürfen dabei nicht mitfahren.
Was der Eintritt kostet
Die Tagesgebühr zahlst du für jeden Tag im Park. Bis 31. Oktober 2026 verlangt SANParks R 602 pro ausländischem Erwachsenen, ab 1. November 2026 sind es R 692. Für Kinder nennen Anbieter ab diesem Datum R 345 pro Tag. Die Wild Card im internationalen Cluster ersetzt die Tagesgebühr, ihre Preise ab November 2026 standen Anfang Oktober 2026 noch nicht fest.
Malaria im Krüger
Der Krüger liegt im Malariagebiet. Auswärtiges Amt und DTG stufen das Risiko von September bis Mai als hoch ein und empfehlen dann eine Prophylaxe, von Juni bis August gilt es als mittel, dann raten sie zu Mückenschutz und gegebenenfalls einem Notfallmedikament. SANParks selbst beschreibt das Risiko als meist gering, am höchsten von November bis April, rät aber ebenfalls zur Prophylaxe. Lass dich vor der Reise reisemedizinisch beraten.
Die Fluten 2026 und was repariert ist
Im Januar 2026 traten die Flüsse über die Ufer. Die Brücke bei Letaba und das Letaba Rest Camp wurden beschädigt, die H4-1 zwischen Skukuza und Lower Sabie war gesperrt, die H1-4 von Letaba nach Mopani weggespült. Am 22. Januar waren 15 Camps geschlossen. Am 17. März stiegen im Norden Shingwedzi und Luvuvhu, mehrere Camps waren abgeschnitten und die meisten Schotterstraßen im Norden und in der Mitte zeitweise zu.
Seit 23. März 2026 rollt der Verkehr wieder über die Letaba-Hochbrücke. Fertig war sie am 28. August. Auf der H4-1 zwischen Skukuza und Lower Sabie sind seit 31. Juli 2026 drei neue Durchlässe fertig, das ganze Wiederaufbauprogramm nach den Fluten läuft aber weiter. In Letaba ist der Campingplatz seit Juli wieder buchbar. Von den festen Unterkünften sind 25 Einheiten offen, renoviert für rund 19 Millionen Rand. Die übrigen 64 Einheiten sollen bis 30. November 2026 folgen. Frag vor der Buchung bei SANParks nach, welche Schotterstraßen gerade befahrbar sind.
Regenzeit und Trockenzeit
Von November bis März regnet es, in Skukuza fallen dann 86 bis 111 Millimeter im Monat. Das Gras steht hoch, überall gibt es Wasser, und die Tiere verteilen sich über den Park. Von Mai bis September fällt kaum Regen, weniger als 30 Millimeter im Monat. Dann ziehen die Tiere zu den Flüssen und Wasserstellen. Anbieter nennen deshalb Mai bis Oktober als beste Zeit zum Beobachten.
Die privaten Reservate am Westrand
Westlich an den Park grenzen private Reservate ohne Zaun dazwischen. Sabi Sand mit 623 bis 650 Quadratkilometern, je nach Quelle, ist das bekannteste, mit Lodges wie MalaMala, Londolozi, Singita und Sabi Sabi. Das Timbavati-Reservat, gegründet 1956, hat 534 Quadratkilometer, der Zaun zum Krüger fiel 1993. Nach Angaben der Anbieter fahren die Lodges dort auch abseits der Wege und nachts, mit Guide und Spurenleser.
Die Preise gelten pro Person und Nacht und liegen in Sabi Sand nach Angaben eines Reiseanbieters bei 650 US$ und mehr, Stand September 2026.
- Dauer
- drei bis fünf Tage, am besten in zwei verschiedenen Camps
- Kosten
- R 602 pro ausländischem Erwachsenen und Tag bis 31. Oktober 2026, R 692 ab 1. November 2026 (Stand Oktober 2026)
- Wann
- Mai bis Oktober für die Tierbeobachtung; November bis März Regen, Malaria-Risiko von September bis Mai hoch
Unser TippPlan jeden Fahrtag rückwärts von der Torschlusszeit deines Camps und rechne mit höchstens 50 km/h. Und bevor du ein Foto von einem Nashorn postest, schalte den Standort aus: Wilderer werten geotaggte Bilder aus.
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Unterkünfte in Skukuza
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Preise prüfen bei trivagoKrüger-Nationalpark: häufige Fragen
Wie groß ist der Krüger-Nationalpark?
Der Krüger-Nationalpark misst von Nord nach Süd 360 Kilometer und ist im Mittel 65 Kilometer breit. Für die Fläche nennen die Quellen zwischen 19.485 und 19.624 Quadratkilometer.
Braucht man für den Krüger-Nationalpark eine Malaria-Prophylaxe?
Für den Krüger-Nationalpark empfehlen Auswärtiges Amt und DTG von September bis Mai eine Prophylaxe, von Juni bis August gilt das Risiko als mittel. SANParks rät ebenfalls zur Prophylaxe, eine reisemedizinische Beratung vor der Reise klärt die Einzelheiten.
Sind die Straßen im Krüger-Park nach den Fluten 2026 wieder offen?
Die Letaba-Hochbrücke im Krüger-Park ist seit März 2026 wieder befahrbar, die Durchlässe der H4-1 bei Skukuza wurden im Juli fertig. Im Letaba Rest Camp sollen die letzten Einheiten bis Ende November 2026 wieder öffnen, den Stand der Schotterstraßen meldet SANParks.
Darf man im Krüger-Nationalpark nachts fahren?
Nein, im Krüger-Nationalpark dürfen Selbstfahrer nur zwischen Toröffnung und Torschluss fahren, wer zu spät ins Camp kommt, zahlt eine Strafe. Nachts geht es nur bei den geführten Nachtfahrten von SANParks hinaus.
