In Südafrika schläfst du sehr verschieden. Im Stadthotel in Kapstadt, im Guesthouse in Hermanus, im Bungalow eines Parkcamps oder in einer Lodge, in der Guide und Abendessen im Preis stecken. Auf einer Rundreise wechselst du mehrmals. Was du buchst, hängt weniger vom Budget ab als von der Region: Im Weinland und an der Garden Route wohnst du in Guesthouses und Hotels, im Krüger schläfst du im Park oder im Reservat daneben.
Wie weit die Preise auseinanderliegen, zeigt die Statistikbehörde Stats SA. Die Behörde misst, was Gäste im Landesdurchschnitt pro verkaufter Nacht gezahlt haben, pro Zimmer oder Einheit und nicht pro Person.
- Hotelzimmer
- R 1.447Schnitt pro Zimmer und Nacht im Juni 2026, Januar R 1.692
- Guesthouse
- R 1.143Schnitt pro Zimmer und Nacht im Juni 2026, Januar R 1.388
- Lodge, Selbstversorger
- R 2.386Schnitt pro Einheit und Nacht im Juni 2026, Stats SA
- Krüger-Gebühr
- R 692pro Erwachsenem und Tag ab 1.11.2026, zur Unterkunft dazu
Hotel, Guesthouse und B&B
In den Städten und an der Küste überwiegen Hotels und Guesthouses. Stats SA führt Guesthouses zusammen mit den Gästefarmen in einer Gruppe, und diese Gruppe lag im Juni 2026 bei R 1.143 pro verkaufter Nacht, Hotels bei R 1.447 (Stand Oktober 2026). Juni ist am Kap Nebensaison. Im Januar lagen beide Werte höher.
Guesthouses und B&B sind kleiner als Hotels. Ob Frühstück im Preis steckt, steht in der Buchung. Frag bei der Buchung, ob das Haus einen gesicherten Parkplatz hat, denn auf einer Rundreise steht dein Gepäck im Auto.
Die Buchungsbestätigung hilft auch beim Mobilfunk. Für eine südafrikanische SIM-Karte verlangen die Anbieter neben dem Reisepass einen Adressnachweis, und dafür reicht eine Bestätigung des Hotels oder B&B mit Anschrift, nicht aber ein handschriftlicher Zettel.
Camps in den Nationalparks: buchen bei SANParks
Im Krüger-Nationalpark gibt es zwölf große Rest Camps, dazu kleinere Satellitencamps und Bushveld Camps. Alle vergibt die Nationalparkbehörde SANParks, online oder über ihr Reservierungsbüro unter 012 428 9111. In Hotelportalen suchst du sie vergeblich. Das größte Camp und der Verwaltungssitz des Parks ist Skukuza, mit Restaurant, Laden und eigenem Flugplatz. Einchecken kannst du dort ab 14 Uhr, ausziehen musst du bis 10 Uhr.
Ein Vermittler nannte für das Satellitencamp Malelane im Süden des Parks rund R 1.824 pro Bungalow und R 508 pro Stellplatz und Nacht, gültig bis 31. Oktober 2026 und nur als Richtwert. Wer selbst fährt und in den Camps schläft, rechnet nach einem Safarimagazin mit 80 bis 400 US-Dollar pro Person und Nacht, Wagen und Essen eingeschlossen (Stand Oktober 2026). Die Tagesgebühr kommt immer dazu: ab 1. November 2026 R 692 pro Erwachsenem im Krüger.
Übernachten im Park hat einen Vorteil, den Tagesgäste nicht haben. An Feiertagen begrenzt SANParks die Zahl der Tagesbesucher an den Toren, und wer im Park schläft, ist von diesen Kontingenten nicht betroffen. Dafür gelten feste Torzeiten. Von Mai bis Juli schließen die Tore um 17.30 Uhr, und wer zu spät kommt, muss mit einer Strafe rechnen.
Auch andere Parks haben eigene Camps. Im Addo-Elefantenpark schläfst du im Main Camp am Haupttor, im Tsitsikamma im Camp an der Mündung des Storms River, wo auch der Otter Trail beginnt.
Provinzparks: Ezemvelo in KwaZulu-Natal
Nicht jeder Park gehört SANParks. Den Hluhluwe-iMfolozi-Park führt die Provinzbehörde Ezemvelo KZN Wildlife, und dort buchst du auch die Camps. Hilltop im Norden war 1934 das erste Camp des Parks, Mpila ist das Hauptcamp im Süden. Die Tagesgebühr zahlen dort auch Übernachtungsgäste. Wer lieber außerhalb schläft, nimmt ein Haus im Ort Hluhluwe, 32 Kilometer vom Hilltop Camp.
Lodge im privaten Reservat
Am Westrand des Krüger liegen private Reservate wie Sabi Sand und Timbavati. Zwischen Timbavati und dem Krüger steht seit 1993 kein Zaun mehr. Die Lodges dort schicken ihre Gäste mit Guide und Tracker auf Pirsch, nach Angaben der Anbieter auch abseits der Wege und nachts. Im Nationalpark selbst sind beides für Selbstfahrer verboten.
Ein Kapstädter Tourenanbieter nannte im September 2026 für Lodges im Sabi Sand 650 bis 1.050 US-Dollar pro Person und Nacht in der mittleren Klasse, 1.200 bis 2.200 im Premiumbereich und ab 2.400 im obersten Segment. Dazu kommt eine Abgabe des Reservats, nach Anbietern R 450 bis 574 pro Person und Nacht (Stand Oktober 2026). Mit Kindern lohnt der Blick in die Regeln jedes Hauses: Je nach Haus fahren Kinder erst ab sechs oder zwölf Jahren mit auf Pirsch, manche Lodges nehmen sie ab Geburt.
Hotels und Guesthouses nach Regionen
Die Liste ordnet die Häuser den Regionen von Kapstadt bis Limpopo zu, mit Bewertung und einem Beispielpreis. Jeder Preis gilt nur für die genannte Nacht.




















































































































































































