Grüne Hügel im Hluhluwe-iMfolozi-Park

Parks und Sehenswertes · KwaZulu-Natal

Hluhluwe-iMfolozi-Park

Grüne Hügel, dazwischen dichter Busch, auf der Straße liegt frischer Dung. Am Hang grast ein Breitmaulnashorn und hebt nicht einmal den Kopf.

Foto: 123RF

Der Hluhluwe-iMfolozi-Park liegt im Zululand, im Norden von KwaZulu-Natal, auf der Straße rund 265 Kilometer von Durban. Auf 960 Quadratkilometern verbindet er zwei alte Reservate: Hluhluwe mit seinen Hügeln im Norden, iMfolozi im Süden. Ein Nationalpark ist er nicht, sondern ein Provinzpark der Ezemvelo KZN Wildlife. Früher hieß er Hluhluwe-Umfolozi Game Reserve.

als Umfolozi Junction Reserve und Hluhluwe Reserve geschützt
1895
Fläche, Hluhluwe im Norden, iMfolozi im Süden
960 km²
Breitmaulnashörner lebten hier schon in den 1950er Jahren
rund 400
Vogelarten im Park
340

Beide Reservate entstanden 1895. Die englische Wikipedia nennt sie die ältesten Afrikas, die deutsche eines der ältesten. Es ging um die letzten 20 bis 100 Breitmaulnashörner. Von 1919 bis 1950 ließ die Verwaltung im Kampf gegen die Tsetsefliege über 100.000 Wildtiere töten. Erst 1989 schloss ein Korridor die beiden Teile zu einem Park zusammen.

Oft liest man, Shaka, der König der Zulu, sei hier geboren. Das stimmt nicht: Shaka kam 1787 in Mthonjaneni zur Welt. Unter seiner Herrschaft soll das Gebiet aber königliches Jagdrevier gewesen sein.

Wie das Breitmaulnashorn überlebte

In alten Texten steht, Anfang der 1960er Jahre habe es nur noch zwanzig Breitmaulnashörner auf der Welt gegeben. Falsch. In den 1950er Jahren lebten allein in diesem Park schon rund 400 Tiere. Mit der Operation Rhino fingen der Wildhüter Ian Player und sein Team Nashörner ein und brachten sie in andere Parks in ganz Afrika.

Heute sollen im Park rund 1.600 Breitmaulnashörner leben. Ob die Zahl stimmt, ist offen: Ein Bericht von 2025 hält es für möglich, dass gerade hier früher zu viele gezählt wurden. Auch Spitzmaulnashörner leben im Park.

Wilderei und Kohle

Seit einigen Jahren ist Hluhluwe-iMfolozi das Zentrum der Nashornwilderei in Südafrika. 2022 starben hier 228 der 244 Nashörner, die in ganz KwaZulu-Natal gewildert wurden. 2023 waren es im Park 307, 2024 noch 198. 2025 sank die Zahl auf 63. Am West- und Südrand kommt der Kohleabbau als Bedrohung hinzu.

Big Five und Wildhunde

Hluhluwe-iMfolozi ist der einzige staatliche Park in KwaZulu-Natal mit allen Big Five: Löwe, Leopard, Elefant, Büffel und beide Nashornarten. Afrikanische Wildhunde wurden 1981 und noch einmal 2022 ausgesetzt. Dazu kommen 340 Vogelarten. Neben dem Selbstfahren bietet der Park Wanderungen mit Rangern an.

Tore, Camps und Zeiten

Drei Tore führen hinein. Das Memorial Gate im Norden erreichst du vom Ort Hluhluwe, bis zum Hilltop Camp sind es 32 Kilometer. Das Nyalazi Gate in der Mitte liegt an der R618, 30 Kilometer von Mtubatuba und eine gute Stunde von St Lucia. Im Westen liegt das Cengeni Gate. Rund 300 Kilometer Straßen führen durch den Park.

Hilltop im Norden ist seit 1934 das älteste Camp, Mpila im Süden das Hauptcamp, 19 Kilometer hinter dem Nyalazi Gate. Laut Tarifheft der Ezemvelo KZN Wildlife öffnen die Tore von Oktober bis März von 5 bis 19 Uhr, von April bis September von 6 bis 18 Uhr. Anbieter nennen jeweils eine Stunde früher Torschluss, frag am Tor nach.

Die Tagesgebühr zahlen hier alle, auch wer im Park übernachtet. Das Tarifheft für November 2025 bis Oktober 2026 nennt in seiner Tabelle R 320 pro ausländischem Erwachsenen und Tag, an anderer Stelle R 300, Stand Oktober 2026. Die Wild Card gilt.

Malaria

Der Park liegt im Norden KwaZulu-Natals, für den Auswärtiges Amt und DTG ganzjährig ein geringes Malariarisiko angeben. Beide empfehlen dort Mückenschutz, keine Prophylaxe.

Dauer
ein bis drei Tage, mit einer Nacht in Hilltop oder Mpila
Kosten
R 320 pro ausländischem Erwachsenen und Tag laut Tabelle im Tarifheft November 2025 bis Oktober 2026, an anderer Stelle R 300 (Stand Oktober 2026)
Wann
ganzjährig; Malariarisiko ganzjährig gering

Unser TippFahr durch das Memorial Gate hinein und durch das Nyalazi Gate hinaus, dann siehst du die grünen Hügel von Hluhluwe und den Busch von iMfolozi an einem Tag. Fotos von Nashörnern postest du ohne Standort.

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Hluhluwe-iMfolozi-Park: häufige Fragen

Wurde Shaka im Hluhluwe-iMfolozi-Park geboren?

Nein. Shaka, der König der Zulu, wurde 1787 in Mthonjaneni geboren. Das Gebiet des heutigen Hluhluwe-iMfolozi-Parks soll unter seiner Herrschaft königliches Jagdrevier gewesen sein.

Warum ist Hluhluwe-iMfolozi für Nashörner so wichtig?

Im Hluhluwe-iMfolozi-Park überlebten um 1895 die letzten 20 bis 100 Breitmaulnashörner im Süden Afrikas. In den 1950er Jahren waren es rund 400, mit der Operation Rhino wurden Tiere von dort in andere Parks gebracht.

Gibt es im Hluhluwe-iMfolozi-Park Malaria?

Der Hluhluwe-iMfolozi-Park liegt in einem Gebiet mit ganzjährig geringem Malariarisiko. Auswärtiges Amt und DTG empfehlen dort Mückenschutz, keine Prophylaxe.

Gilt die Wild Card im Hluhluwe-iMfolozi-Park?

Ja, die Wild Card gilt im Hluhluwe-iMfolozi-Park, der von Ezemvelo KZN Wildlife verwaltet wird. Ohne Wild Card zahlen auch Übernachtungsgäste die Tagesgebühr.