In Südafrika leben zwei Nashornarten. Das Breitmaulnashorn grast mit seinem breiten Maul, das kleinere Spitzmaulnashorn zupft mit einer fingerförmigen Oberlippe Blätter und Zweige von den Büschen. Beide Arten zählen zu den Big Five. Ältere Texte behaupten, nur das Spitzmaulnashorn gehöre dazu. Das ist falsch.
- Nashörner 2025 in Südafrika gewildert, 2024 waren es 420 (Minister Aucamp, 10.02.2026)
- 352
- davon im Krüger-Nationalpark, doppelt so viele wie 2024
- 175
- Breitmaulnashörner in Südafrika Ende 2024 (IUCN-Bericht für CITES)
- 14.074
- Spitzmaulnashorn laut IUCN (2020), Breitmaul potenziell gefährdet
- vom Aussterben bedroht
Das Spitzmaulnashorn wird bis 3,5 Meter lang und um 1,6 Meter hoch, Kühe wiegen bis 900 Kilo, Bullen bis 1,4 Tonnen. Es lebt meist allein. Seine Hörner bestehen aus Keratin und wachsen ein Leben lang, das vordere misst im Schnitt einen halben Meter. Die IUCN führt die Art als vom Aussterben bedroht, das Breitmaulnashorn als potenziell gefährdet.
Von den Unterarten des Spitzmaulnashorns leben heute noch drei. Die häufigste, das Südzentralafrikanische Spitzmaulnashorn, kommt vor allem in Südafrika, Simbabwe und Eswatini vor. Aus Südafrika wurden Tiere nach Sambia, Ruanda, Botswana und Malawi gebracht. 2017 flogen 18 Ostafrikanische Spitzmaulnashörner von Südafrika in den Akagera-Nationalpark in Ruanda.
Wie viele Nashörner es noch gibt
Die Nashorn-Fachgruppe der IUCN hat für die Artenschutzkonferenz CITES Ende 2024 gezählt: 22.540 Nashörner in Afrika, davon 6.788 Spitzmaulnashörner, fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Bei den Breitmaulnashörnern waren es 15.752, elf Prozent weniger. In Südafrika fiel der Bestand der Breitmaulnashörner bis Ende 2024 um mehr als 15 Prozent auf 14.074. Ein Teil des Rückgangs könnte nach dem Bericht daher kommen, dass früher zu viele gezählt wurden, vor allem in Hluhluwe-Imfolozi.
Im Krüger-Nationalpark sank die Zahl der Breitmaulnashörner zwischen 2013 und 2021 um 60 Prozent auf 3.529. Für die Spitzmaulnashörner nennt die deutsche Wikipedia eine niedrigere Zahl: 6.420 im Jahr 2024.
Wilderei: weniger Tiere, neuer Brennpunkt Krüger
Laut Umweltministerium wurden in Südafrika 2020 noch 394 Nashörner gewildert, 2022 waren es 448 und 2023 dann 499. 2024 sank die Zahl auf 420. Für 2025 meldete Umweltminister Willie Aucamp am 10. Februar 2026 352 getötete Tiere, 16 Prozent weniger. 266 starben in staatlichen Schutzgebieten, 86 auf privatem Land.
Der Krüger-Nationalpark ist zum Brennpunkt geworden. Dort wurden 2025 175 Nashörner gewildert, nach 88 im Jahr davor. Im Hluhluwe-Imfolozi-Park fiel die Zahl von 198 auf 63. Die Organisation Helping Rhinos kritisiert, dass die Regierung die Wildereizahlen ohne Bestandszahlen veröffentlicht.
Wo du Nashörner siehst
Breitmaulnashörner siehst du etwa im Hluhluwe-Imfolozi-Park. Dort lebte 1895 der letzte Rest der Art, nach Schätzungen 20 bis 100 Tiere, und von dort aus wurde sie mit der Operation Rhino in andere Parks gebracht. Weitere leben im Krüger und in Pilanesberg. Spitzmaulnashörner leben unter anderem im Addo Elephant National Park.
Unser TippHast du ein Nashorn fotografiert, teil das Bild ohne Ortsangabe und erst nach der Reise. Wilderer werten geotaggte Touristenfotos aus.
Spitz- und Breitmaulnashorn: häufige Fragen
Wie unterscheidet man Spitzmaul- und Breitmaulnashorn?
Das Breitmaulnashorn hat ein breites, gerades Maul und frisst Gras. Das kleinere Spitzmaulnashorn hat eine fingerförmige, spitze Oberlippe, mit der es Blätter und Zweige von Büschen zupft.
Wie viele Nashörner wurden 2025 in Südafrika gewildert?
In Südafrika wurden 2025 nach Angaben von Umweltminister Willie Aucamp 352 Nashörner gewildert, 16 Prozent weniger als 2024 mit 420. Im Krüger-Nationalpark stieg die Zahl dagegen auf 175.
Wo sieht man in Südafrika Nashörner?
Breitmaulnashörner siehst du vor allem im Hluhluwe-Imfolozi-Park, im Krüger-Nationalpark und in Pilanesberg. Spitzmaulnashörner leben unter anderem im Addo Elephant National Park.
