Townships waren unter der Apartheid die Wohngebiete, die der Staat für die schwarze, farbige und indische Bevölkerung am Rand der Städte anlegte. Viele sind heute so groß wie eigene Städte. Wer sie besucht, sieht einen Teil Südafrikas, den die Küstenstraßen und Weingüter nicht zeigen. Geh mit einer organisierten Tour und einem Guide, der sich vor Ort auskennt.
- Langa formell eröffnet, ältestes Township Kapstadts
- 1927
- Einwohner in Langa, Zensus 2011
- 52.401
- Einwohner in Khayelitsha, Zensus 2011
- 391.749
- Einwohner in Soweto, Zensus 2011
- 1.271.628
Township-Touren gibt es seit den 1980er Jahren. Damals führten Bewohner weiße Lokalpolitiker durch ihre Viertel, später kamen Besucher aus dem Ausland. Seitdem wird auch über den Begriff „Slum-Tourismus“ gestritten.
Ob eine Tour fair ist, hängt vom Anbieter ab. Am meisten haben die Menschen vor Ort davon, wenn die Führung aus der Gemeinde kommt und du dort isst und einkaufst.
Langa, Khayelitsha und Soweto
Langa ist das älteste der Wohngebiete, die Kapstadt für Schwarze anlegte. Es entstand in Phasen als Folge des Urban Areas Act von 1923 und wurde 1927 formell eröffnet. Der Name geht auf den Häuptling Langalibalele zurück. 2011 zählte der Zensus 52.401 Einwohner. Ältere Schätzungen von 80.000 Menschen um das Jahr 2000 lagen deutlich darüber.
Khayelitsha heißt „neues Zuhause“. Die Planung wurde 1983 angekündigt. Der Zensus 2011 zählte 391.749 Einwohner, eine Schätzung von 2018 knapp 500.000. Rund 70 Prozent leben in Hütten.
Soweto bei Johannesburg trägt seinen Namen seit 1963, der Ortsteil Orlando entstand ab 1930. 1976 begann hier der Soweto-Aufstand. Der Zensus 2011 zählte 1.271.628 Einwohner. In der Vilakazi Street stehen das Haus, in dem Nelson Mandela wohnte, und das von Desmond Tutu.
Eine Tour wählen
Frag bei der Buchung, wer die Tour führt und ob der Guide im Township lebt oder dort arbeitet. Frag auch, wen ihr besucht und wer an der Tour verdient.
Lieber zu Fuß oder in einer kleinen Gruppe als im Bus, aus dem heraus fotografiert wird. Frag, bevor du Menschen fotografierst, und lass es bei Kindern ganz. In Wohnungen und Höfe gehst du nur, wenn du eingeladen wirst.
Kauf vor Ort, iss in einem Lokal aus dem Viertel und nimm dir Zeit für Gespräche.
Was das Auswärtige Amt rät
Das Auswärtige Amt rät, auf Township-Besuche zu verzichten oder nur an organisierten Touren mit ortskundiger Führung teilzunehmen, Stand 20. Oktober 2026. Raubüberfälle auf Touristen kommen laut Amt regelmäßig in Innenstädten und Townships vor.
Fahr deshalb nicht auf eigene Faust mit dem Mietwagen hinein und nimm keine Minibus-Taxis. Im Notfall erreichst du die Polizei unter 10111, den Rettungsdienst unter 10177, vom Handy unter 112.
Unser TippBuch eine Tour bei einem Anbieter, dessen Guides im Township leben, und frag vorab, wo ihr esst und wen ihr besucht. In Soweto lässt sich die Tour gut mit der Vilakazi Street verbinden.
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- Kapstadt: Halbtagestour durch die TownshipsEin halber Tag mit Führung. Frag vor der Buchung, welche Viertel besucht werden und ob die Guides aus der Gemeinde kommen.Ansehen bei GetYourGuide
Townships besuchen: häufige Fragen
Kann man ein Township in Südafrika ohne Tour besuchen?
Das Auswärtige Amt rät, auf Township-Besuche zu verzichten oder nur an organisierten Touren mit ortskundiger Führung teilzunehmen, Stand Oktober 2026. Fahr also nicht allein mit dem Mietwagen hinein.
Was geschah am 21. März 1960 in Langa?
In Langa bei Kapstadt starben am 21. März 1960 Menschen bei einem Protest gegen die Passgesetze, am selben Tag wie beim Massaker von Sharpeville. Seit 2010 erinnert ein Denkmal daran.
Was bedeutet der Name Khayelitsha?
Khayelitsha heißt „neues Zuhause“. Das Township bei Kapstadt wurde 1983 angekündigt und hatte beim Zensus 2011 391.749 Einwohner, rund 70 Prozent leben in Hütten.
Wie viele Menschen leben in Soweto?
Beim Zensus 2011 zählte Soweto bei Johannesburg 1.271.628 Einwohner. Den Namen trägt das Township seit 1963.