Südkaper, auch Südliche Glattwale genannt, ziehen im Südwinter aus ihren Nahrungsgründen im Süden an die Küste Südafrikas, um dort zu kalben. Sie werden bis 18 Meter lang und 80 Tonnen schwer. Eine Rückenfinne haben sie nicht, und ihr Kopf macht etwa ein Drittel der Körperlänge aus. In geschützten Buchten kommen sie bis auf wenige Meter an die Küste.
- Südkaper in der südafrikanischen Population (CapeNature 2025)
- rund 6.500
- Mutter-Kalb-Paare zwischen Hermanus und Witsand am 6. September 2025
- 154
- Zeit der Geburten vor der Küste
- Juni bis November
- Mindestabstand für Boote, Kajaks und Drohnen ohne Genehmigung
- 300 m
Die Saison beginnt im Juni. Für die Walker Bay nennt die englische Wikipedia Juni bis Oktober, im Artikel über Hermanus steht Juni bis Anfang Dezember. Die Kälber kommen zwischen Juni und November zur Welt. Ende September und Anfang Oktober sind die meisten Mütter mit Kälbern an der Küste. Deshalb fliegt das Forschungsteam der Universität Pretoria seine Zählung genau dann.
Am Kopf tragen Südkaper Hautwucherungen, die bei jedem Tier anders aussehen. Daran erkennen Forscher einzelne Wale wieder, an der Kapküste seit 1979. Gezählt wird aus der Luft schon seit 1969.
Wo die Kinderstuben liegen
Bei der Befliegung am 6. September 2025 zählte das Team zwischen Hermanus und Witsand 154 Mutter-Kalb-Paare. Die größte Gruppe lag bei Koppie Alleen im Naturreservat De Hoop, die zweitgrößte vor Struisbaai. Bei der Hauptzählung vom 30. September bis 2. Oktober 2025 zwischen Nature's Valley und Muizenberg waren es 128 Mutter-Kalb-Paare, aber nur 11 Wale ohne Kalb.
Vom Ufer siehst du Südkaper am Klippenweg von Hermanus in der Walker Bay, in De Hoop und an der False Bay, dort von Juli bis Oktober. In Plettenberg Bay und in der Algoa Bay sind sie von Juli bis Dezember unterwegs. Mit etwas Glück siehst du sie springen, mit der Fluke auf das Wasser schlagen oder den Kopf senkrecht aus dem Wasser strecken.
Mehr Wale, aber dünnere Mütter
Nach CapeNature wächst die südafrikanische Population um etwa 6,5 Prozent im Jahr, auf zuletzt rund 6.500 Tiere. Seit 1935 sind Südkaper geschützt. Der Zustand der Tiere macht den Forschern trotzdem Sorgen. Die Mütter sind seit Ende der 1980er Jahre um etwa 23 Prozent magerer geworden, und statt alle drei bekommen sie nur noch alle vier bis fünf Jahre ein Kalb. Seit 2010 kommen außerdem immer weniger Wale ohne Kalb an die Küste.
Welchen Abstand Boote halten müssen
Ohne Genehmigung müssen Boote, Kajaks, Drohnen und Flugzeuge mindestens 300 Meter Abstand zu Walen halten. So steht es in den Schutzvorschriften für bedrohte Meerestiere. Das berichtete die Hermanus Times im September 2024. Boote mit Walbeobachtungs-Genehmigung dürfen sich laut demselben Bericht langsam bis auf 50 Meter nähern. Schwimmt der Wal von sich aus näher heran, ist das kein Verstoß.
Für Mütter mit Kälbern gilt etwas anderes. Der Zählbericht 2025 der Universität Pretoria schreibt, die Vorschriften verbieten jede Annäherung auf weniger als 300 Meter an Mutter-Kalb-Paare. Danach dürften auch Genehmigungsboote an Mütter mit Kalb nicht näher als 300 Meter heran, die 50 Meter gelten dann nur für andere Wale. Frag deinen Anbieter vor der Fahrt, wie er das handhabt.
Unser TippSiehst du ein Boot, eine Drohne oder ein Kajak zu dicht an einem Wal, melde es der Fischereiaufsicht des Umweltministeriums in Hermanus unter 028 312 2609.
Südkaper: häufige Fragen
Wann ist die beste Zeit für Südkaper in Südafrika?
Südkaper sind ab Juni vor der Südküste, je nach Quelle bis Oktober oder bis Anfang Dezember. Die Kälber kommen von Juni bis November zur Welt. Ende September und Anfang Oktober liegen die meisten Mütter mit Kälbern an der Küste.
Wie nah dürfen Boote an Südkaper heran?
Ohne Genehmigung gilt für Boote, Kajaks und Drohnen ein Mindestabstand von 300 Metern. Genehmigungsboote dürfen sich laut Hermanus Times bis 50 Meter nähern, bei Müttern mit Kalb nennt der Zählbericht 2025 der Universität Pretoria aber 300 Meter.
Wo liegen die meisten Südkaper-Kälber?
Bei der Zählung im September 2025 lag die größte Gruppe von Müttern mit Kälbern bei Koppie Alleen im Naturreservat De Hoop, gefolgt von Struisbaai.
