Fish Hoek

Gepostet am 15.09.2011

An einer windgeschützten Bucht nördlich von Simons Town an der False Bay liegt Fish Hoek. Der kleine Ort liegt an der Ostseite der Kap-Peninsula zwischen zwei Bergen. Der Sandstrand ist bei den Bewohnern sowie den Besuchern für seinen weichen Sand sowie das klare türkisblaue Wasser beliebt. Der Jager Walk Beach wurde nach dem ersten Bürgermeister des Ortes benannt. Der Strand gehört zu den sicheren Stränden in der Kap-Provinz und ist ideal für Kinder geeignet. Zusätzlich stehen für die Badegäste Bademeister sowie Rettungsschwimmer bereit.

Fish Hoek, Foto: Ola Hodne Titlestad

Fish Hoek gehört zu den wenigen Orten in denen es von 1810 bis in die 90er Jahre keinen Alkohol gab. Das Gesetz erließ Lord Charles Somerset, damit die Transporteure die Waren von Simons Town sicher und schnell nach Kapstadt brachten. Später übernahm die Gemeinde das Gesetz um Trunkenbolde fernzuhalten. Deshalb verbrachten und verbringen gern Familien sowie Rentner ihren Urlaub in Fish Hoek, obwohl heute der Ausschank von Alkohol erlaubt ist.

Die ersten europäischen Siedler trafen um 1652 an der Bucht ein und vertrieben die Ureinwohner. Hier wohnten jahrelang hauptsächlich Fischer sowie Walfänger. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Ferienhäuser gebaut, da der Ort aufgrund seiner Lage, des Leuchtturms und der Aussicht immer beliebter wurde. Die Grundstückspreise befanden sich im unteren Bereich und dadurch kamen viele neue Bewohner nach Fish Hoek. Nachdem die Bahnverbindung nach Kapstadt fertig war, zogen viele Personen dauerhaft nach Fish Hoek.

Bekannt ist Fish Hoek auch für sein mildes mediterranes Klima. Im Sommer herrscht hier wie in vielen Teilen der Kap-Halbinsel der Kapdoktor. Es handelt sich um einen Passatwind, der in den Sommermonaten aus Südosten kommt. Meistens ist der Fallwind mild und trocken. Aufgrund seiner reinigenden Wirkung auf die verschmutzte Stadtluft wird der Wind von den Bewohnern Kapstadts “The Cape Doctor“ genannt. Verursacht wird der Fallwind durch den Tafelberg. Er bläst die durch den Autoverkehr und die Industrie verschmutzte Luft auf das Meer hinaus.